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MagazinGesundes GewichtTaillenumfang und WHR: Warum diese Maße mehr verraten als der BMI

Taillenumfang und WHR: Warum diese Maße mehr verraten als der BMI

Verfasst von: Barbara Beil
Wissenschaftlich geprüft durch: Susan Kerwien
7 min 12.02.2026 29.07.2026 KI-gestützt erstellt Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung auf Basis wissenschaftlicher Fachliteratur erstellt – derselben Quellenbasis, die wir auch für unsere staatlich zugelassenen Online-Kurse nutzen. Alle Inhalte durchlaufen mehrere Qualitätsstufen und werden vor der Veröffentlichung qualitätsgeprüft und freigegeben. Ein Mensch steht dahinter – namentlich, mit Fachkenntnis.

Eine ruhige Nahaufnahme der weiblichen Körpermitte in warmem, natürlichem Licht – symbolisch für Taillenumfang als Gesundheitsmarker.

Inhaltsverzeichnis

  • Was verrät der Taillenumfang über dein Herzkreislauf-Risiko?
  • Wie messe ich meinen Taillenumfang korrekt?
  • Welche Grenzwerte gelten – und warum unterscheiden sie sich nach Geschlecht und Ethnizität?
    • Grenzwerte nach WHO und AWMF
    • Ethnizitätsspezifische Grenzwerte
    • Der Taillenumfang als Kriterium des metabolischen Syndroms
  • Warum ist der Taillenumfang aussagekräftiger als der BMI allein?
  • Welche Ernährungsstrategien können den Taillenumfang beeinflussen?
    • Mediterrane Ernährung
    • Ballaststoffreiche Kost
    • Energiedichte und Kalorienbilanz
    • Körperliche Aktivität als ergänzender Faktor
    • Pflanzliche Ernährung im Kontext
  • Wie setze ich den Taillenumfang in der Ernährungsberatung ein?
  • FAQ: Häufige Fragen zum Taillenumfang
    • Wie oft sollte ich meinen Taillenumfang messen?
    • Kann ich mit Sport gezielt Bauchfett abbauen?
    • Ist der Taillenumfang bei älteren Menschen weniger aussagekräftig?
    • Was ist der Unterschied zwischen Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis?
    • Unterscheiden sich die Grenzwerte je nach Ethnizität?
    • Ab wann sollte ich ärztlichen Rat suchen?
  • Fazit
  • Warum es sich oft schwerer anfühlt, als es sein müsste
  • Kundenstimmen
    • Du hast Fragen?

Du stehst beim Arzt in der Praxis. Die Ärztin legt ein Maßband an und sagt: „Ihr Taillenumfang beträgt 98 Zentimeter.“ Vielleicht hast du dich gefragt, ob das nun gut oder schlecht ist – und was diese Zahl überhaupt mit deiner Gesundheit zu tun hat. Die Antwort darauf ist konkreter und nützlicher, als viele erwarten.

Der Taillenumfang ist ein einfach messbarer Wert, der medizinisch deutlich aussagekräftiger sein kann als das Körpergewicht allein. Denn er gibt Hinweise auf die Verteilung von Körperfett – und insbesondere auf das Fettgewebe rund um die inneren Organe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Taillenumfang gibt Hinweise auf die Menge des viszeralen Fettgewebes im Bauchraum – jenem Fett, das Stoffwechselrisiken beeinflussen kann
  • Für Frauen gelten Grenzwerte ab 80 cm (erhöhtes Risiko) und 88 cm (deutlich erhöhtes Risiko); für Männer ab 94 cm bzw. 102 cm (WHO, 2008)
  • Die Messung erfolgt am stehenden Körper, in der Mitte zwischen unterstem Rippenbogen und oberem Beckenkamm, im normalen Ausatemzustand
  • Ernährungsumstellungen – insbesondere mediterrane Kostformen, ballaststoffreiche Lebensmittel und eine passende Energiebilanz – können den Taillenumfang unterstützend beeinflussen
  • Der Taillenumfang ist ein wichtiges Kriterium zur Einordnung des metabolischen Syndroms, sollte aber immer zusammen mit Blutdruck, Blutfetten und Blutzucker bewertet werden

Was verrät der Taillenumfang über dein Herzkreislauf-Risiko?

Der Taillenumfang ist kein kosmetisches Maß, sondern ein klinisch relevanter Gesundheitsmarker. Er misst indirekt die Menge an viszeralem Fettgewebe – Fettdepots, die sich nicht unter der Haut, sondern zwischen und um die inneren Organe befinden. Dieses Fettgewebe ist stoffwechselaktiv: Es schüttet verschiedene Botenstoffe (Adipokine) aus und kann chronische Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen (AWMF, 2024).

In der medizinischen Praxis gilt ein erhöhter Taillenumfang als Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Stoffwechselstörungen. Dabei handelt es sich nicht um eine direkte Kausalität, sondern um Zusammenhänge, die als Orientierungsgröße genutzt werden. Stand 2026 ist der Taillenumfang in den meisten europäischen Leitlinien als Standardparameter im kardiovaskulären Risiko-Screening etabliert.

Für dich persönlich bedeutet das: Wenn du dein Körpergewicht und dein Gesundheitsrisiko besser verstehen möchtest, liefert der Taillenumfang eine konkretere Einschätzung als der Body-Mass-Index allein.

Infografik: Taillenumfang Grenzwerte Frauen und Männer im Vergleich – drei Risikozonen nach WHO 2008 farblich markiert.
Infografik: Taillenumfang Grenzwerte Frauen und Männer im Vergleich – drei Risikozonen nach WHO 2008 farblich markiert.

Wie messe ich meinen Taillenumfang korrekt?

Eine korrekte Messung liefert verlässliche Werte – entscheidend ist vor allem, dass du immer nach derselben Methode misst. Nach WHO-Protokoll wird der Taillenumfang am stehenden Körper in der Mitte zwischen unterstem tastbarem Rippenbogen und oberem Beckenkamm gemessen, nicht einfach an der schmalsten Stelle der Taille oder pauschal direkt über dem Bauchnabel (WHO, 2008).

So gehst du vor, wenn du deine Taille messen möchtest:

  1. Stelle dich aufrecht hin, Füße hüftbreit auseinander
  2. Taste den unteren Rippenbogen und den oberen Beckenkamm seitlich am Körper
  3. Lege das Maßband horizontal in der Mitte zwischen diesen beiden Punkten an
  4. Atme normal aus und entspanne die Bauchmuskulatur
  5. Lies den Wert ab, ohne den Bauch einzuziehen

Wenn du als Mann deine Taille messen möchtest, gilt dieselbe Methode wie bei Frauen. Unterschiede bestehen nicht beim Messvorgang, sondern bei den Grenzwerten: Für den Bauchumfang bei Männern gelten andere Orientierungswerte als für Frauen.

Vier häufige Messfehler und wie du sie vermeidest:

  • Schräges Band: Das Maßband muss parallel zum Boden verlaufen – auch am Rücken
  • Bauch einziehen: Entspannter Atemzustand ist entscheidend, kein aktives Einziehen
  • Falscher Messpunkt: Nicht an der schmalsten Stelle der Taille, sondern nach festem Messprotokoll messen
  • Zu festes Anlegen: Das Band liegt an, drückt aber nicht ins Gewebe

Die WHO empfiehlt, die Messung zu wiederholen und aus zwei übereinstimmenden Werten den Mittelwert zu bilden (WHO, 2008). So minimierst du zufällige Messfehler.

Welche Grenzwerte gelten – und warum unterscheiden sie sich nach Geschlecht und Ethnizität?

Die Grenzwerte für den Taillenumfang sind nicht universell, sondern berücksichtigen Geschlecht und ethnische Herkunft. Das hat einen biologischen Hintergrund: Fettverteilungsmuster und metabolische Risikoprofile unterscheiden sich je nach Körperbautyp und genetischer Disposition.

Grenzwerte nach WHO und AWMF

Die Weltgesundheitsorganisation und die deutschsprachigen medizinischen Fachgesellschaften verwenden folgende Orientierungswerte (WHO, 2008; AWMF, 2024):

Risikograd Frauen Männer
Erhöhtes Risiko ≥ 80 cm ≥ 94 cm
Deutlich erhöhtes Risiko ≥ 88 cm ≥ 102 cm

Ethnizitätsspezifische Grenzwerte

Die International Diabetes Federation (IDF) hat ergänzende Grenzwerte für verschiedene Bevölkerungsgruppen definiert, da asiatische Bevölkerungsgruppen bei niedrigerem Taillenumfang ein ähnliches metabolisches Risiko aufweisen können wie europäische Bevölkerungsgruppen bei höheren Werten (IDF, 2006):

Bevölkerungsgruppe Frauen Männer
Europäerinnen und Europäer ≥ 80 cm ≥ 94 cm
Süd- und Ostasiatinnen/-asiaten ≥ 80 cm ≥ 90 cm
Japanerinnen und Japaner ≥ 90 cm ≥ 85 cm
Süd- und Zentralamerikanerinnen/-amerikaner ≥ 80 cm ≥ 90 cm

Diese Unterschiede machen deutlich: Der Taillenumfang ist kein absoluter Wert, sondern immer im Kontext zu interpretieren.

Der Taillenumfang als Kriterium des metabolischen Syndroms

Ein erhöhter Taillenumfang ist eines der zentralen Kriterien des metabolischen Syndroms – einer Kombination aus erhöhtem Bauchumfang, ungünstigen Blutfettwerten, erhöhtem Blutdruck und erhöhtem Nüchternblutzucker. Wichtig ist die genaue Einordnung: In der IDF-Definition ist zentrale Adipositas ein notwendiges Eingangskriterium; andere Definitionen gewichten die Einzelkriterien anders (IDF, 2006). Die AWMF S3-Leitlinie empfiehlt, Taillenumfang und weitere Risikofaktoren gemeinsam zu bewerten, statt den Wert isoliert zu interpretieren (AWMF, 2024). Wer die Grenzwerte überschreitet und gleichzeitig weitere Risikofaktoren aufweist, sollte eine ärztliche Abklärung in Betracht ziehen – Ernährung kann dabei unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

Warum ist der Taillenumfang aussagekräftiger als der BMI allein?

Der Taillenumfang ist ergänzend zum BMI aussagekräftig, weil er die Fettverteilung im Körper besser abbildet. Der Body-Mass-Index (BMI) setzt Körpergewicht und Körpergröße ins Verhältnis – sagt aber nichts darüber aus, wo sich Fettgewebe befindet. Zwei Menschen mit demselben BMI können deshalb sehr unterschiedliche Risikoprofile haben: Eine Person trägt mehr Fett an Hüfte und Oberschenkeln (gluteofemorales Fettgewebe), eine andere vor allem im Bauchraum.

Der Konsensus von Ross et al. empfiehlt deshalb, den Taillenumfang in der klinischen Praxis wie einen zusätzlichen Vitalparameter zu erfassen, weil BMI und Taillenumfang zusammen kardiometabolische Risiken besser einordnen können als einer der Werte allein (Ross et al., 2020 | PMID: 32020062). Eine systematische Übersichtsarbeit mit 72 prospektiven Kohortenstudien fand zudem, dass Maße zentraler Fettverteilung – darunter Taillenumfang und Waist-to-Hip-Ratio – unabhängig vom BMI mit dem Risiko für Gesamtsterblichkeit verbunden waren (Jayedi et al., 2020 | PMID: 32967840).

Ein ergänzender Ansatz ist das Taille-Größe-Verhältnis (Waist-to-Height-Ratio, WHtR): Als einfache Faustregel gilt ein Taillenumfang von weniger als der Hälfte der Körpergröße als günstiger. Bei einer Körpergröße von 170 cm wäre das ein Taillenumfang unter 85 cm. Ein WHtR-Rechner kann diese Relation schnell ausgeben; medizinisch ersetzt der Wert aber keine Gesamtbewertung aus Taillenumfang, Blutdruck, Blutfetten, Blutzucker, Ernährung und Bewegung. Das klassische Waist-to-Hip-Ratio setzt dagegen Taille und Hüfte ins Verhältnis und kann die Fettverteilung ebenfalls beschreiben, ist in der Alltagspraxis aber etwas fehleranfälliger.

Welche Ernährungsstrategien können den Taillenumfang beeinflussen?

Kein einzelnes Lebensmittel reduziert gezielt Bauchfett – das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Was die Forschung zeigt: Bestimmte Ernährungsmuster können im Rahmen einer Gewichtsreduktion dazu beitragen, den Taillenumfang zu senken.

Mediterrane Ernährung

Die mediterrane Ernährungsweise – reich an Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Olivenöl, Nüssen und je nach Variante Fisch – ist eine der am besten untersuchten Ernährungsformen im Zusammenhang mit Stoffwechselgesundheit. Eine systematische Übersichtsarbeit zu Interventionsstudien kam zu dem Schluss, dass mediterrane Ernährung den Taillenumfang und zentrale Adipositas günstig beeinflussen kann, besonders wenn sie mit Kalorienreduktion, höherer Lebensmittelqualität oder mehr Bewegung kombiniert wird (Bendall et al., 2018 | PMID: 29039967). Die DGE hält mediterrane Ernährungsmuster grundsätzlich für geeignet, das Risiko chronischer Erkrankungen zu senken (DGE, 2023).

Ballaststoffreiche Kost

Lösliche Ballaststoffe – beispielsweise aus Haferflocken, Leinsamen, Hülsenfrüchten und Äpfeln – können das Sättigungsgefühl verlängern und die Gesamtenergieaufnahme reduzieren. Sie verlangsamen die Magenentleerung und wirken sich günstig auf den Blutzuckerspiegel aus. Im Kontext einer kalorienreduzierten Ernährung kann das die Gewichtsregulation unterstützen, was sich mittelfristig auf den Taillenumfang auswirken kann (DGE, 2023).

Energiedichte und Kalorienbilanz

Entscheidend für eine Reduktion des viszeralen Fettgewebes ist eine negative Energiebilanz über einen ausreichend langen Zeitraum. Die Energiedichte von Lebensmitteln – also Kilokalorien pro 100 Gramm – ist dabei ein praktisches Konzept: Lebensmittel mit niedriger Energiedichte wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Suppen liefern wenig Kalorien bei hohem Volumen und unterstützen so die Sättigung.

Körperliche Aktivität als ergänzender Faktor

Ernährung allein hat Grenzen. Die AWMF S3-Leitlinie betont, dass körperliche Aktivität – insbesondere die Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining – einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Taillenumfangs leisten kann (AWMF, 2024). Dabei muss körperliche Aktivität nicht intensiv sein: Regelmäßiges Gehen, Radfahren oder moderates Schwimmen zeigen in der Praxis positive Effekte auf die Körperzusammensetzung.

Pflanzliche Ernährung im Kontext

Eine gut geplante, vollwertige vegane Ernährung kann hier Vorteile bieten: Sie ist in der Regel ballaststoffreich, pflanzenbasiert und weist häufig eine niedrigere Energiedichte auf als stark tierproduktlastige Kostformen. Bei kritischen Nährstoffen wie Vitamin B12, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren ist auf eine bedarfsgerechte Versorgung zu achten – idealerweise über gezielte Supplementierung und angereicherte Lebensmittel.

Wie setze ich den Taillenumfang in der Ernährungsberatung ein?

Für die Beratungspraxis:

Der Taillenumfang ist ein niedrigschwelliges Screening-Instrument: leicht messbar, nicht-invasiv und in der Lage, erste Hinweise auf das metabolische Risikoprofil zu liefern.

  • Erkläre den Wert zunächst sachlich: „Der Taillenumfang gibt uns einen Hinweis darauf, wie viel Fettgewebe sich im Bauchraum befindet.“
  • Vermeide Bewertungen, die Schuldgefühle auslösen – nicht „Das ist zu viel“, sondern „Dieser Wert zeigt uns, wo eine Ernährungsumstellung ansetzen kann.“
  • Kombiniere den Taillenumfang mit anderen Parametern (BMI, Ernährungsanamnese, Bewegungsverhalten) für eine vollständigere Einschätzung.
  • Weise auf die Notwendigkeit ärztlicher Abklärung hin, wenn mehrere Risikofaktoren zusammentreffen. Ernährungsberatung kann unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden sollte immer eine ärztliche Fachkraft konsultiert werden.

FAQ: Häufige Fragen zum Taillenumfang

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Wie oft sollte ich meinen Taillenumfang messen?

In der Selbstbeobachtung genügt in der Regel eine monatliche Messung, um Trends zu erkennen. Wichtiger als der absolute Wert ist die Veränderung über Zeit. Wer eine Ernährungs- oder Bewegungsintervention gestartet hat, kann alle vier Wochen messen – häufigere Messungen können wegen natürlicher täglicher Schwankungen irreführend sein.

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Kann ich mit Sport gezielt Bauchfett abbauen?

Gezielter Fettabbau an einer bestimmten Körperstelle ist nicht möglich – das Konzept der Spot-Reduction gilt als wissenschaftlich widerlegt. Was funktioniert: eine kombinierte Strategie aus Kalorienreduktion und körperlicher Aktivität. Dabei wird Fett im gesamten Körper abgebaut, wobei das viszerale Bauchfett oft früh auf ein Energiedefizit reagiert (AWMF, 2024).

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Ist der Taillenumfang bei älteren Menschen weniger aussagekräftig?

Die Grenzwerte gelten grundsätzlich für Erwachsene. Im höheren Alter verschieben sich Fettverteilungsmuster – häufig lagert sich Fett stärker im Bauchraum ab, auch ohne deutliche Gewichtszunahme. Deshalb kann es sinnvoll sein, den Taillenumfang auch bei normalgewichtigen älteren Personen regelmäßig zu erfassen und bei veränderten Werten eine ärztliche Einschätzung einzuholen.

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Was ist der Unterschied zwischen Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis?

Das Taille-Hüft-Verhältnis (THV) setzt Taillen- und Hüftumfang ins Verhältnis und liefert ebenfalls Hinweise auf die Fettverteilung. Der Taillenumfang allein gilt jedoch als einfacher in der Anwendung und klinisch mindestens genauso aussagekräftig (WHO, 2008). Die meisten aktuellen Leitlinien empfehlen daher den Taillenumfang als primäre Kenngröße.

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Unterscheiden sich die Grenzwerte je nach Ethnizität?

Ja. Die IDF hat bevölkerungsgruppenspezifische Grenzwerte definiert, da das metabolische Risikomuster nicht universell ist. So gilt für Süd- und Ostasiatinnen/-asiaten bereits ab 90 cm Taillenumfang (Männer) ein erhöhtes Risiko – statt der 94 cm, die für Europäerinnen und Europäer gelten (IDF, 2006). In einer diversen Beratungspraxis lohnt es sich, diese Unterschiede zu berücksichtigen.

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Ab wann sollte ich ärztlichen Rat suchen?

Bei einem Taillenumfang oberhalb der höheren Grenzwerte – Frauen ≥ 88 cm, Männer ≥ 102 cm – und gleichzeitig vorhandenen weiteren Risikofaktoren wie erhöhtem Blutdruck, ungünstigen Blutfettwerten oder familiärer Herzerkrankung ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Ernährung kann dabei unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei Unsicherheit oder anhaltenden Beschwerden gilt: immer zuerst zur ärztlichen Fachkraft.

Fazit

Der Taillenumfang ist ein einfaches, aber aussagekräftiges Maß – mit einem Maßband und einer ruhigen Minute erhältst du eine Information, die über das Körpergewicht hinausgeht und gezielt auf das viszerale Bauchfett hinweist. Wenn dein Wert über den empfohlenen Grenzen liegt, ist das kein Grund für Schuldgefühle, sondern ein konkreter Ansatzpunkt: Ernährungsumstellungen, mehr Bewegung und ärztliche Begleitung können helfen, diesen Wert langfristig in einen günstigeren Bereich zu bringen. Wenn du noch nicht begonnen hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt – nicht weil du musst, sondern weil du weißt, wie.

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Kundenstimmen

„Ich habe zum ersten Mal verstanden, warum Diäten und hungern bei mir nie langfristig funktioniert haben. Es lag nicht an mangelnder Disziplin, sondern daran, dass ich meinen Körper nie wirklich verstanden habe. Die Weiterbildung hat mir unglaublich viel Druck genommen.“
– Laura, 37, via E-Mail

„Was mir besonders gefallen hat: Es geht nicht um Verbote oder perfekte Ernährung. Sondern darum, zu verstehen, was im Körper passiert und wie man damit arbeitet. Das hat bei mir vieles verändert.“
– Miriam, 45, via E-Mail

„Ich dachte erst, das ist wieder so ein klassischer Ernährungskurs. War es überhaupt nicht. Die Inhalte gehen viel tiefer. Besonders das Zusammenspiel aus Gewohnheiten, Stress und Essverhalten war für mich ein echter Aha-Moment.“
– Daniel, 42, via Facebook

Du hast Fragen?

Unser Support-Team ist für dich da.

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Literatur

AWMF (2024). S3-Leitlinie Prävention, Diagnostik und Therapie der Adipositas. AWMF-Register Nr. 050-001. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. https://register.awmf.org/assets/guidelines/050-001l_S3_Praevention-Therapie-Adipositas_2024-10.pdf

Bendall, C. L. et al. (2018). Central obesity and the Mediterranean diet: A systematic review of intervention trials. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 58(18), 3070–3084. PMID: 29039967. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29039967/

DGE (2023). Evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen. Deutsche Gesellschaft für Ernährung. http://www.dge.de/wissenschaft/dge-leitlinien/

IDF (2006). The IDF Consensus Worldwide Definition of the Metabolic Syndrome. International Diabetes Federation.

Jayedi, A. et al. (2020). Central fatness and risk of all cause mortality: systematic review and dose-response meta-analysis of 72 prospective cohort studies. BMJ, 370, m3324. PMID: 32967840. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32967840/

Ross, R. et al. (2020). Waist circumference as a vital sign in clinical practice: a Consensus Statement from the IAS and ICCR Working Group on Visceral Obesity. Nature Reviews Endocrinology, 16, 177–189. PMID: 32020062. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32020062/

WHO (2008). Waist circumference and waist-hip ratio: Report of a WHO Expert Consultation, Geneva, 8–11 December 2008. World Health Organization.

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Bildquellen
  • Taillenumfang und WHR: Warum diese Maße mehr verraten als der BMI: Taillenumfang und WHR: Warum diese Maße mehr verraten als der BMI: KI-generierte Illustration erstellt mit OpenAI © ecodemy
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung unseres eigens dafür entwickelten KI-Systems erstellt. Grundlage der Inhalte und Aussagen ist unsere wissenschaftliche Literaturdatenbank, die wir auch für die Entwicklung unserer Kurse nutzen – vorwiegend Studien aus PubMed und weiterer Fachliteratur.

KI recherchiert, strukturiert und formuliert den Erstentwurf; ein automatischer Abgleich mit der hinterlegten Fachliteratur stellt sicher, dass Aussagen belegt sind.

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Medizinischer Disclaimer und weitere Hinweise
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Über Barbara Beil

Barbara Beil ist Ökotrophologin (B. Sc.) und Ernährungswissenschaftlerin (M. Sc.). Im Rahmen ihrer Masterarbeit forschte sie am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Als Dozentin bei ecodemy begleitet sie Studierende rund um gesunde, pflanzenbasierte Ernährung – ihr Lieblingsthema ist die Sporternährung, die sie als Deutsche Meisterin im Kraftdreikampf auch selbst lebt.

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Stillleben mit entzündungshemmenden Lebensmitteln: Leinöl, Kurkuma, Ingwer, Walnüsse und grünes Blattgemüse auf Holzuntergrund.

Entzündungen im Körper senken: Was wirklich funktioniert

Stillleben mit Hülsenfrüchten, Nüssen und Blattgemüse als natürliche Einflussfaktoren auf den Ghrelinspiegel. Lebensmittel für eine ausgewogene Hormonregulation.

Ghrelin und Leptin: Die Hunger- und Sättigungshormone – verständlich erklärt

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