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MagazinGesundheitDarmgesundheitReizdarm: Symptome, Diagnose und was Ernährung leisten kann

Reizdarm: Symptome, Diagnose und was Ernährung leisten kann

Verfasst von: Joelina Dietrich
Wissenschaftlich geprüft durch: Susan Kerwien
7 min 04.11.2026 04.11.2026 KI-gestützt erstellt Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung auf Basis wissenschaftlicher Fachliteratur erstellt – derselben Quellenbasis, die wir auch für unsere staatlich zugelassenen Online-Kurse nutzen. Alle Inhalte durchlaufen mehrere Qualitätsstufen und werden vor der Veröffentlichung qualitätsgeprüft und freigegeben. Ein Mensch steht dahinter – namentlich, mit Fachkenntnis.

Stillleben mit Low-FODMAP-Lebensmitteln wie Reis, Karotten, Zucchini, Ingwer und frischen Kräutern auf einem Holztisch – passend zum Thema Reizdarm und gezielte Ernährungsanpassung.

Inhaltsverzeichnis

    • Was passiert nach dem Download des eBooks?
  • Warum spielt Ernährung bei Reizdarm eine so wichtige Rolle?
  • Welcher Reizdarm-Typ bist du?
  • Was ist die Low-FODMAP-Diät – und für wen eignet sie sich?
    • FODMAP-reiche und FODMAP-arme Lebensmittel im Überblick
  • Pflanzenbasierte Ernährung und Reizdarm: Wie lässt sich das vereinbaren?
  • Welche weiteren Ernährungsstrategien helfen bei Reizdarm?
  • Wie erkennst du deine persönlichen Trigger?
  • FAQ: Häufige Fragen zur Reizdarm-Ernährung
    • "Was
    • "Was
    • "Ist
    • "Helfen
    • "Kann
    • "Wie
    • "Kann
  • Fazit

Du hast gerade einen schönen Abend geplant – Essen gehen, mal entspannen. Aber schon beim Blick auf die Speisekarte beginnt das Grübeln: Knoblauch in der Sauce? Zwiebeln im Salat? Hülsenfrüchte als Beilage? Wer mit Reizdarm lebt, kennt dieses ständige Abwägen. Die Frage, wie Reizdarm-Ernährung im Alltag aussehen soll, stellen sich viele Betroffene. Die Antworten, die sie finden, widersprechen sich oft. Mal heißt es, alles Faserige meiden, mal werden mehr Ballaststoffe empfohlen. Was hilft wirklich?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil Reizdarm keine einheitliche Erkrankung ist. Je nach Subtyp, Lebensstil und individuellen Triggern unterscheiden sich wirksame Strategien erheblich. Der Schlüssel liegt darin, den eigenen Darm besser zu verstehen – und dann strukturiert vorzugehen.


Das Wichtigste in Kürze

  • Reizdarm ist häufig: Die Erkrankung ist weltweit verbreitet und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich (Kang et al., 2025 | PMID: 40276825).
  • Ernährung ist ein zentraler Faktor: Viele Betroffene berichten, dass bestimmte Lebensmittel ihre Beschwerden auslösen oder verstärken (Radziszewska et al., 2023 | PMID: 37630852).
  • Subtypen entscheiden mit: IBS-C (Verstopfung), IBS-D (Durchfall) und IBS-M (gemischt) erfordern unterschiedliche Ernährungsansätze – ohne diese Unterscheidung greifen pauschale Empfehlungen oft ins Leere.
  • FODMAP ist ein Werkzeug, keine Dauerlösung: Die Low-FODMAP-Diät lindert bei vielen Betroffenen Symptome – ist aber als zeitlich begrenzte Eliminationsphase konzipiert, nicht als dauerhafter Ernährungsstil (Rej et al., 2018 | PMID: 30240475).
  • Pflanzenbasierte Ernährung ist möglich: Pflanzliche Kost kann auch bei Reizdarm gut funktionieren – mit gezielter Zubereitung und Portionsstrategie lassen sich FODMAP-Konflikte meist lösen.


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Warum spielt Ernährung bei Reizdarm eine so wichtige Rolle?

Reizdarm – medizinisch Irritable Bowel Syndrome (IBS) – ist eine funktionelle Erkrankung des Darms: Die Struktur des Darms ist unauffällig, aber seine Funktion ist gestört. Schmerzen, Krämpfe, Blähungen und veränderte Stuhlgewohnheiten beeinträchtigen den Alltag und die Lebensqualität erheblich (Kang et al., 2025 | PMID: 40276825).

Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt. Beteiligt sind wahrscheinlich mehrere Faktoren gleichzeitig: eine veränderte Darmbeweglichkeit (Motilität), eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit des Darms (viszerale Hypersensitivität), Veränderungen im Mikrobiom, niedriggradige Entzündungsprozesse sowie eine gestörte Kommunikation zwischen Darm und Gehirn – die sogenannte Gut-Brain-Achse (Kim et al., 2014 | PMID: 25252862).

In all diesen Mechanismen kann Ernährung eine Rolle spielen. Bestimmte Nahrungsbestandteile beeinflussen die Darmbeweglichkeit, steigern die Gasproduktion oder verschieben die Zusammensetzung des Mikrobioms. Viele Betroffene meiden gezielt Lebensmittel, um Symptome zu reduzieren. Das kann funktionieren, birgt aber das Risiko einer unnötig eingeschränkten Ernährung (Kang et al., 2025 | PMID: 40276825).

Wichtig: Ernährung kann Reizdarm-Symptome unterstützend lindern, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Lass deine Beschwerden zunächst von einer Fachärztin oder einem Facharzt abklären, um andere Erkrankungen wie Zöliakie oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn auszuschließen.


Infografik: Reizdarm Subtypen IBS-C, IBS-D und IBS-M im Vergleich – Symptome und Ernährungsansätze. Übersichtliche Darstellung der drei IBS-Typen mit ihren jeweiligen Leitsymptomen und ernährungstherapeutischen Besonderheiten.
Infografik: Reizdarm Subtypen IBS-C, IBS-D und IBS-M im Vergleich – Symptome und Ernährungsansätze. Übersichtliche Darstellung der drei IBS-Typen mit ihren jeweiligen Leitsymptomen und ernährungstherapeutischen Besonderheiten.
Infografik: Reizdarm Subtypen IBS-C, IBS-D und IBS-M im Vergleich – Symptome und Ernährungsansätze. Übersichtliche Darstellung der drei IBS-Typen mit ihren jeweiligen Leitsymptomen und ernährungstherapeutischen Besonderheiten.

Welcher Reizdarm-Typ bist du?

IBS ist nicht gleich IBS. Die aktuelle Klassifikation nach den Rome-IV-Kriterien unterscheidet vier Subtypen – und das hat direkte Konsequenzen für die Ernährungsstrategie:

<table>

Subtyp Hauptsymptom Ernährungsschwerpunkt IBS-C Verstopfung (Constipation) Lösliche Ballaststoffe erhöhen, Flüssigkeitszufuhr steigern IBS-D Durchfall (Diarrhoe) FODMAPs reduzieren, Fett und Koffein einschränken IBS-M Wechsel zwischen beiden Individuelle Trigger systematisch identifizieren IBS-U Nicht eindeutig zuordenbar Allgemeine Basismaßnahmen, Ernährungstagebuch führen

[/table]

Diese Unterscheidung ist praktisch entscheidend. Wer unter Verstopfung leidet und voreilig alle Ballaststoffe streicht, kann die Symptome verschlechtern. Wer unter Durchfall leidet und viel unlösliche Ballaststoffe zu sich nimmt, riskiert Ähnliches. Der erste Schritt einer sinnvollen Reizdarm-Ernährung ist deshalb, den eigenen Subtyp zu kennen (Radziszewska et al., 2023 | PMID: 37630852).

Für die Bestimmung des Subtyps eignet sich die Bristol Stool Scale als einfaches Hilfsmittel: Sie klassifiziert die Stuhlkonsistenz in sieben Typen und kann im Ernährungstagebuch mitdokumentiert werden.


Was ist die Low-FODMAP-Diät – und für wen eignet sie sich?

FODMAP steht für fermentable oligo-, di-, monosaccharides and polyols – also für fermentierbare kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole. Sie werden im Dünndarm schlecht aufgenommen und im Dickdarm von Bakterien vergoren. Dabei entstehen Gase und osmotischer Druck, was bei empfindlichen Därmen Blähungen, Schmerzen und Stuhlveränderungen auslösen kann.

Die Low-FODMAP-Diät wurde an der Monash University in Melbourne entwickelt und zählt heute zu den bekanntesten Ernährungstherapien beim Reizdarm. Einer aktuellen Übersichtsarbeit zufolge können diätbasierte Ansätze – allen voran die FODMAP-Reduktion – bei vielen Betroffenen zur Linderung der Symptome beitragen (Colecchia et al., 2026 | PMID: 41754216).

Die Low-FODMAP-Diät ist dabei keine Dauerlösung, sondern ein dreiphasiger diagnostischer Prozess:

  1. Eliminationsphase (4–6 Wochen): FODMAP-reiche Lebensmittel werden konsequent gemieden. Ziel ist eine klare Symptomverbesserung als Hinweis darauf, dass FODMAPs an den Beschwerden beteiligt sind.
  2. Wiedereinführungsphase: Einzelne FODMAP-Untergruppen werden schrittweise wieder eingeführt, um zu identifizieren, welche Gruppen individuell problematisch sind.
  3. Personalisierungsphase: Auf Basis der Ergebnisse entsteht eine langfristig verträgliche, möglichst abwechslungsreiche Ernährung.

Wer dauerhaft in der Eliminationsphase bleibt, riskiert Nährstoffmängel und eine verminderte Diversität des Darmmikrobioms (Rej et al., 2018 | PMID: 30240475).

FODMAP-reiche und FODMAP-arme Lebensmittel im Überblick

<table>

Kategorie FODMAP-reich (in Phase 1 meiden) FODMAP-arm (gut verträglich) Gemüse Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Blumenkohl, Spargel Karotten, Zucchini, Paprika, Gurke, Spinat Obst Äpfel, Birnen, Wassermelone, Mango, Steinobst Erdbeeren, Blaubeeren, Orangen, Kiwi, Banane (nicht zu reif, klein) Hülsenfrüchte Linsen, Kichererbsen, Bohnen (in größeren Mengen) Linsen (kleine Menge, gut gespült), Tofu (fest), Tempeh Getreide Weizen, Roggen in großen Mengen Reis, Hafer (moderate Menge), Quinoa, Hirse Süßungsmittel Fruktose, Sorbit, Mannit, Agavendicksaft Glukose (Traubenzucker), Ahornsirup (kleine Menge)

[/table]


Pflanzenbasierte Ernährung und Reizdarm: Wie lässt sich das vereinbaren?

Hier liegt ein echter Zielkonflikt: Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Knoblauch gehören zu den FODMAP-reichsten Lebensmitteln überhaupt – und gleichzeitig zu den Grundpfeilern pflanzlicher Ernährung. Wer sich pflanzenbasiert ernährt und an Reizdarm leidet, stößt regelmäßig auf dieses Dilemma.

Eine gut geplante, vollwertige pflanzenbasierte Ernährung kann auch bei Reizdarm funktionieren – es kommt auf Zubereitung und Portionsgröße an. Die folgenden Strategien helfen dabei in der Praxis:

  • Hülsenfrüchte einweichen und gründlich spülen: Wasserlösliche Oligosaccharide (GOS, Fructane) werden dabei teilweise ausgewaschen. Hülsenfrüchte aus der Dose sind häufig besser verträglich als frisch gekochte, weil ein Teil der Oligosaccharide in die Konservenflüssigkeit übergeht, die du abgießt.
  • Mit kleinen Portionen starten: Auch FODMAP-reiche Lebensmittel sind in sehr kleinen Mengen oft tolerierbar. Eine kleine Portion gegarter Linsen ist etwas grundlegend anderes als eine große.
  • Knoblauch- und Zwiebelaromen über Öl: Das Öl, in dem Knoblauch oder Zwiebeln angebraten wurden, enthält kaum FODMAPs – die wasserlöslichen Zuckeranteile gehen ins Öl nicht über. So lässt sich der Geschmack beibehalten.
  • Tofu und Tempeh als Proteinquellen: Fester Tofu und Tempeh sind in moderaten Mengen FODMAP-arm und liefern gut verwertbares pflanzliches Protein.
  • FODMAP-arme Getreide bevorzugen: Quinoa, Hafer und Reis sind gute Basislebensmittel, die von den meisten Betroffenen gut vertragen werden.
  • Grüne Anteile von Lauch und Frühlingszwiebeln: Die grünen Teile enthalten deutlich weniger FODMAPs als die weißen Teile – eine einfache Umstellung im Kochen.

Denke bei pflanzenbasierter Ernährung zusätzlich an die kritischen Nährstoffe: Vitamin B12 solltest du in jedem Fall supplementieren. Lass deine Versorgung mit Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Kalzium, Jod und Zink regelmäßig überprüfen und ergänze bei Bedarf gezielt – hochdosierte Supplemente nur unter ärztlicher Begleitung.


Welche weiteren Ernährungsstrategien helfen bei Reizdarm?

Die FODMAP-Diät ist das bekannteste, aber nicht das einzige Werkzeug. Je nach Subtyp und individuellem Auslöser können weitere Anpassungen die Symptome deutlich verbessern (Ahmad et al., 2015 | PMID: 25601299).

Basismaßnahmen für fast alle IBS-Subtypen:

  • Regelmäßige Mahlzeiten: Ausgelassene Mahlzeiten und unregelmäßige Essenszeiten können die Darmbeweglichkeit destabilisieren. Drei Hauptmahlzeiten zu festen Zeiten können vielen Betroffenen helfen.
  • Langsam essen und gründlich kauen: Zu schnelles Essen fördert das Luftschlucken (Aerophagie), was Blähungen verstärken kann.
  • Fettreiche Mahlzeiten reduzieren: Besonders bei IBS-D kann ein hoher Fettgehalt den gastrokolischen Reflex verstärken und Durchfall auslösen.
  • Koffein und Alkohol einschränken: Beide wirken bei vielen Betroffenen als Trigger – besonders morgens nüchtern oder in größeren Mengen.
  • Kohlensäurehaltige Getränke reduzieren: Sie können Blähungen verstärken, da sie zusätzliches Gas in den Verdauungstrakt bringen.

Ballaststoffe gezielt einsetzen:

Nicht alle Ballaststoffe wirken gleich. Lösliche Ballaststoffe – zum Beispiel Psyllium (Flohsamenschalen), Hafer oder Karotten – können bei IBS-C und IBS-D gleichermaßen hilfreich sein, weil sie den Stuhl regulieren. Unlösliche Ballaststoffe wie Weizenkleie werden bei IBS-D häufig schlecht vertragen und können Symptome verstärken (Lacy, 2015 | PMID: 25769411).

Probiotika:

Bestimmte Probiotika-Stämme zeigen in klinischen Studien eine moderate Wirksamkeit auf Reizdarm-Symptome, insbesondere auf Blähungen und Stuhlunregelmäßigkeiten. Die Evidenz reicht noch nicht für pauschale Empfehlungen bestimmter Produkte. Ein zeitlich begrenzter Therapieversuch mit einem in Studien untersuchten Stamm kann aber sinnvoll sein (Gerkens, 2012 | PMID: 23091952).


Wie erkennst du deine persönlichen Trigger?

Der wichtigste Schritt zu einer funktionierenden Reizdarm-Ernährung ist, die eigenen Auslöser zu kennen. Das klingt einfach, ist im Alltag aber eine Herausforderung. Symptome treten oft erst Stunden nach einer Mahlzeit auf, und mehrere Faktoren spielen zusammen: Stress, Schlaf, körperliche Aktivität, hormonelle Schwankungen und natürlich die Ernährung selbst.

Ein Ernährungstagebuch ist dafür ein bewährtes Instrument. Notiere idealerweise über zwei bis vier Wochen:

  • Uhrzeit und Inhalt jeder Mahlzeit (Zutaten, Zubereitungsart, Portionsgröße)
  • Aufgetretene Symptome (Art, Zeitpunkt, Intensität auf einer Skala von 1–10)
  • Begleitfaktoren: Stresslevel, Schlafdauer, körperliche Aktivität, Menstruationszyklus
  • Stuhlkonsistenz nach der Bristol Stool Scale

Danach lassen sich oft Muster erkennen – die Grundlage für alle weiteren Ernährungsanpassungen. Im ecodemy Online-Kurs „Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ zählt die systematische Ernährungsanamnese zu den zentralen Beratungskompetenzen (Stand 2026). Angehende Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater setzen sie gezielt bei Reizdarmbeschwerden ein.

Für die Beratungspraxis: Ein strukturiertes Ernährungstagebuch ist die Grundlage jeder Reizdarm-Ernährungsberatung. Erst wenn Trigger identifiziert sind, lassen sich gezielte Eliminations- und Wiedereinführungsphasen sinnvoll planen. Bei anhaltenden oder sich verschlechternden Beschwerden verweist du immer an eine ärztliche Fachkraft.


FAQ: Häufige Fragen zur Reizdarm-Ernährung

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"Was

Es gibt keine universelle Verbotsliste. Was verträglich ist, hängt vom Subtyp und den individuellen Triggern ab. Als Orientierung eignet sich die Low-FODMAP-Diät: Lebensmittel wie Reis, Karotten, Zucchini, Erdbeeren, Tofu und Quinoa werden von den meisten Betroffenen gut vertragen. FODMAP-reiche Lebensmittel wie Zwiebeln, Knoblauch, Äpfel und Hülsenfrüchte in großen Mengen lösen bei vielen Beschwerden aus.

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"Was

Wirksame Maßnahmen umfassen die Reduktion von FODMAP-reichen Lebensmitteln, das Vermeiden kohlensäurehaltiger Getränke und das Reduzieren von Luftschlucken (langsam essen, nicht durch Strohhalme trinken). Lösliche Ballaststoffe wie Flohsamenschalen, ein probiotischer Therapieversuch und regelmäßige körperliche Bewegung können ebenfalls helfen (Radziszewska et al., 2023 | PMID: 37630852).

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"Ist

Nicht grundsätzlich. Viele Betroffene berichten von einer Besserung nach Weizenverzicht – das kann aber auch auf die enthaltenen Fructane (eine FODMAP-Untergruppe) zurückzuführen sein, nicht auf Gluten selbst. Eine Zöliakie sollte ärztlich ausgeschlossen werden, bevor Gluten dauerhaft gemieden wird (Rej et al., 2018 | PMID: 30240475).

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"Helfen

Das hängt von der Ballaststoffart und dem Subtyp ab. Lösliche Ballaststoffe (Flohsamenschalen, Hafer, Karotten) können bei IBS-C und IBS-D regulierend wirken. Unlösliche Ballaststoffe wie Weizenkleie werden bei IBS-D häufig schlecht vertragen und können Symptome verstärken (Lacy, 2015 | PMID: 25769411).

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"Kann

Ja, das ist möglich. Eine gut geplante pflanzenbasierte Ernährung kann auch bei Reizdarm funktionieren. Herausfordernd sind FODMAP-reiche Grundzutaten wie Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Knoblauch – mit gezielter Zubereitung (Einweichen, Abspülen, kleine Portionen) und Alternativen wie Tofu, Tempeh und Quinoa lässt sich das aber in den meisten Fällen gut lösen.

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"Wie

Die Eliminationsphase der Low-FODMAP-Diät ist auf 4–6 Wochen ausgelegt. Danach folgt eine strukturierte Wiedereinführungsphase, um individuelle Unverträglichkeiten zu identifizieren. Wer dauerhaft alle FODMAPs meidet, riskiert eine eingeschränkte Nährstoffversorgung und eine verminderte Vielfalt der Darmflora (Colecchia et al., 2026 | PMID: 41754216).

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"Kann

Ja. Stress beeinflusst über die Gut-Brain-Achse die Darmbeweglichkeit und die Schmerzempfindlichkeit des Darms. Ernährung allein reicht deshalb oft nicht aus. Sinnvoll ist ein ganzheitlicher Ansatz, der auch Stressmanagement, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung einschließt (Kim et al., 2014 | PMID: 25252862).

Fazit

Reizdarm ist eine individuelle Erkrankung – und eine individuelle Ernährungsstrategie ist deshalb wichtiger als starre Verbotslisten. Wenn du deinen Subtyp kennst, deine persönlichen Trigger systematisch erfasst und die Low-FODMAP-Diät strukturiert und zeitlich begrenzt einsetzt, kannst du Symptome und Lebensqualität oft deutlich verbessern. Eine vollwertige, pflanzliche Ernährung ist dabei nicht ausgeschlossen – sie braucht etwas mehr Planung, aber keine grundsätzlichen Kompromisse beim Genuss.

Ernährung kann hier gezielt unterstützen. Sie ersetzt aber keine ärztliche Abklärung: Lass anhaltende oder sich verändernde Beschwerden deshalb immer fachärztlich untersuchen. Das Schöne daran: Du musst nicht alles auf einmal umstellen. Beginne dort, wo du stehst – kleine Schritte, beständig umgesetzt, machen den Unterschied.

Im Online-Kurs Darmgesundheit und Nahrungsmittelunverträglichkeiten lernst du, wie du Reizdarm-Subtypen erkennst, individuelle Trigger systematisch auswertest und FODMAP-Konzepte fundiert in die Ernährungsberatung integrierst.

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Literatur

  • Kang et al. (2025). Dietary Therapy in Irritable Bowel Syndrome. | PMID: 40276825
  • Rej et al. (2018). Clinical application of dietary therapies in irritable bowel syndrome. | PMID: 30240475
  • Colecchia et al. (2026). Nutritional Management of Irritable Bowel Syndrome. | PMID: 41754216
  • Gerkens (2012). Irritable bowel syndrome: diet and complementary medicine therapies? | PMID: 23091952
  • Kim et al. (2014). Current issues on irritable bowel syndrome: diet and irritable bowel syndrome. | PMID: 25252862
  • Radziszewska et al. (2023). Nutrition, Physical Activity and Supplementation in Irritable Bowel Syndrome. | PMID: 37630852
  • Ahmad et al. (2015). Dietary treatment of irritable bowel syndrome. | PMID: 25601299
  • Lacy (2015). The Science, Evidence, and Practice of Dietary Interventions in Irritable Bowel Syndrome. | PMID: 25769411
  • AWMF (o. J.). S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/021-016 (Zugriff: Juni 2026)

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Bildquellen
  • Reizdarm: Symptome, Diagnose und was Ernährung leisten kann: Reizdarm: Symptome, Diagnose und was Ernährung leisten kann: KI-generierte Illustration erstellt mit OpenAI © ecodemy
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Bevor ein Artikel veröffentlicht wird, durchläuft er mehrere Prüfstufen: automatische Tonalitätsprüfung, Qualitätsbewertung und eine händische Freigabe durch eine Person unseres Fachdozententeams. Abschließend werden Aussagen nochmals wissenschaftlich geprüft. Die inhaltliche Verantwortung liegt damit bei den Menschen hinter ecodemy – namentlich, mit Fachkenntnis.

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Anmerkung zur Darstellung von Tieren

Unser Wirken im Bereich der Ernährung bringt es mit sich, dass wir uns in unserer redaktionellen Arbeit aus Gründen der Objektivität auch Lebensmitteln tierischen Ursprungs widmen. Obgleich eine wissenschaftliche Betrachtungsweise und Sachlichkeit bei uns einen hohen Stellenwert genießen, haben wir uns in diesem Falle dazu entschlossen, dass wir Lebewesen nicht - wie in unserem Sektor üblich - , als "verzehrsfertige Körperteile“ darstellen, da sie unserer Meinung nach hierdurch so weit versachlicht werden, dass sie lediglich als potentielle „Lebensmittel“ und nicht mehr als leidensfähige Lebewesen wahrgenommen werden. Aus Respekt vor dem Leben dieser Tiere zeigen wir sie deshalb so, wie sie unserer Ansicht nach existieren sollten: Unversehrt.

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Über Joelina Dietrich

Joelina Dietrich ist Ökotrophologin (M. Sc.) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) in Biebertal, wo sie u. a. die KiEFer-Studie und den VEGANScreener betreut. Parallel arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit. Für das ecodemy Magazin schreibt sie über pflanzenbasierte Ernährung auf wissenschaftlicher Grundlage.

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