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MagazinAntientzündliche ErnährungWundermittel gegen Rheuma: Was hilft wirklich – was nicht

Wundermittel gegen Rheuma: Was hilft wirklich – was nicht

Verfasst von: Barbara Beil
Wissenschaftlich geprüft durch: Susan Kerwien
6 min 27.02.2026 14.07.2026 KI-gestützt erstellt Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung auf Basis wissenschaftlicher Fachliteratur erstellt – derselben Quellenbasis, die wir auch für unsere staatlich zugelassenen Online-Kurse nutzen. Alle Inhalte durchlaufen mehrere Qualitätsstufen und werden vor der Veröffentlichung qualitätsgeprüft und freigegeben. Ein Mensch steht dahinter – namentlich, mit Fachkenntnis.

Stillleben mit Leinsamen, Walnüssen und Algenöl – natürliche Omega-3-Quellen bei rheumatoider Arthritis.

Inhaltsverzeichnis

  • Warum gibt es kein Wundermittel gegen Rheuma?
  • Welche Ernährungsstrategien zeigen echte Wirkung bei Rheuma?
  • Was bringt Curcumin bei Rheuma wirklich?
  • Vitamin D, Kollagen und Co.: Was sagt die Forschung?
  • Hat der Darm etwas mit Rheuma zu tun?
  • Bewegen statt schonen: Was Physiotherapie bei Rheuma wirklich bringt
  • Schlaf und Stress: Der übersehene Einfluss auf Entzündungen
  • Was du zu Wechselwirkungen wissen solltest
  • FAQ: Häufige Fragen zu Wundermitteln gegen Rheuma
    • Gibt es ein natürliches Wundermittel gegen Rheuma?
    • Hilft eine vegane oder pflanzliche Ernährung bei Rheuma?
    • Was bringt Kurkuma bzw. Curcumin bei Rheuma wirklich?
    • Können Nahrungsergänzungsmittel Rheuma-Medikamente ersetzen?
    • Was empfehlen offizielle Leitlinien zur Ernährung bei Rheuma?
    • Ist Hydrotherapie bei Rheuma sinnvoll?
    • Welche Rolle spielt das Darmmikrobiom bei Rheuma?
  • Fazit

Viele Menschen mit Rheuma suchen nach einem Wundermittel gegen Rheuma – nach einer Substanz, einer Diät oder einer Methode, die den Schmerz endlich stoppt. Diese Suche ist verständlich: Mit Rheuma zu leben bedeutet oft, sich täglich durch steife Gelenke zu kämpfen, Schübe vorauszuspüren und gleichzeitig widersprüchliche Empfehlungen zu navigieren.

Die ehrliche Antwort lautet: Ein echtes Wundermittel existiert nicht. Aber das bedeutet nicht, dass du nichts tun kannst – im Gegenteil. Eine wachsende Evidenzlage zeigt, dass Ernährung, gezielte Nahrungsergänzung, Bewegung und Lebensstilveränderungen messbare Effekte auf Entzündung, Schmerz und Lebensqualität haben können. Dieser Artikel zeigt dir, was die Wissenschaft Stand 2026 tatsächlich belegt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rheuma ist ein Sammelbegriff für über 400 Erkrankungen – ein universelles Wundermittel kann bei dieser Vielfalt nicht existieren.
  • Curcumin (aus Kurkuma) zeigte in einem systematischen Review und einer Meta-Analyse positive Effekte auf Schmerz und Gelenkfunktion bei Arthrose (Zeng et al., 2021 | PMID: 34017975).
  • Vitamin-D-Supplementierung kann bei rheumatoider Arthritis klinische Scores und Schmerzwerte verbessern; direkte Entzündungsmarker wie CRP und ESR sanken in der Auswertung jedoch nicht signifikant (Al-Saoodi et al., 2024 | PMID: 37437898).
  • Physiotherapeutische Interventionen können Schmerzen bei RA messbar reduzieren; für Funktion und Lebensqualität beschreibt die Studienlage mögliche zusätzliche Vorteile (Sundus et al., 2025 | PMID: 40744898).
  • Eine antientzündliche Ernährung wird vom American College of Rheumatology als ergänzende Maßnahme empfohlen (England et al., 2023 | PMID: 37227071); EULAR bewertet die Evidenz für Ernährungseffekte insgesamt als moderat und eher klein (Gwinnutt et al., 2022 | PMID: 35654458).

Warum gibt es kein Wundermittel gegen Rheuma?

Rheuma ist kein einheitliches Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für über 400 Erkrankungen – von der rheumatoiden Arthritis als Autoimmunerkrankung bis zur Arthrose als degenerativem Gelenkverschleiß. Beide verlaufen unterschiedlich, entstehen durch unterschiedliche Mechanismen und sprechen auf unterschiedliche Behandlungen an.

Bei der rheumatoiden Arthritis greift das Immunsystem das eigene Gelenkgewebe an. Entzündungsbotenstoffe wie IL-1, TNF-α und IL-6 treiben diesen Prozess an und führen langfristig zu Knorpel- und Knochenschäden. Ilchovska et al. (2021) zeigten in ihrer Analyse, dass der NF-κB-Signalweg (Nuclear Factor Kappa-β – ein zentraler Entzündungsregulator) bei RA hochreguliert ist und durch bestimmte Ernährungsinterventionen beeinflusst werden kann (Ilchovska et al., 2021 | PMID: 33340772). Das belegt: Ernährung kann biologisch wirken – aber nie für alle Menschen auf die gleiche Weise, und sie ersetzt keine medizinische Behandlung.

Diese Komplexität macht ein universelles Wundermittel unmöglich. Was sie aber auch zeigt: Ernährung ist kein Placebo, sie greift in echte Mechanismen ein.

Infografik: Evidenzübersicht Rheuma – Curcumin, Vitamin D, Physiotherapie und antientzündliche Ernährung im Vergleich nach Studienlage.
Infografik: Evidenzübersicht Rheuma – Curcumin, Vitamin D, Physiotherapie und antientzündliche Ernährung im Vergleich nach Studienlage.

Welche Ernährungsstrategien zeigen echte Wirkung bei Rheuma?

Die mediterrane Ernährung ist die am besten untersuchte Kostform bei rheumatischen Erkrankungen. Gwinnutt et al. (2022) werteten im Rahmen der EULAR-Leitlinienentwicklung die Studienlage systematisch aus und fanden positive Assoziationen zwischen mediterraner Ernährung und dem Verlauf rheumatischer und muskuloskelettaler Erkrankungen (Gwinnutt et al., 2022 | PMID: 35654458). Im Mittelpunkt stehen Gemüse, Hülsenfrüchte, hochwertiges Öl und Omega-3-reiche Lebensmittel – Inhaltsstoffe mit gut belegten antientzündlichen Eigenschaften.

Konkrete Hinweise auf die Wirksamkeit ernährungsbezogener Interventionen liefert auch die Ausschlussdiät: Guagnano et al. (2021) untersuchten, was passiert, wenn RA-Betroffene über drei Monate konsequent auf potenziell entzündungsfördernde Lebensmittel verzichten. Die Studie zeigte eine messbare Verbesserung von Entzündungsmarkern und Schmerzempfindung (Guagnano et al., 2021 | PMID: 34684536). Das ist kein Beweis für ein Wundermittel – aber ein klarer Beleg dafür, dass Ernährungsveränderungen biologisch wirksam sein können.

Eine gut geplante, vollwertige pflanzliche Ernährung kann in diesem Kontext Vorteile bieten, da sie reich an Ballaststoffen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen ist. Wichtig dabei: Vitamin B12, Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Kalzium und Jod müssen bei veganer Ernährung gezielt berücksichtigt werden.

Was bringt Curcumin bei Rheuma wirklich?

Curcumin zeigt bei Arthrose messbare Effekte auf Schmerz und körperliche Funktion – das belegen mehrere klinische Studien. Zeng et al. (2021) analysierten in einem systematischen Review und einer Meta-Analyse die Wirksamkeit von Kurkuma-Extrakten und Curcumin-Präparaten bei Arthrose und fanden signifikante Verbesserungen bei einem insgesamt akzeptablen Sicherheitsprofil (Zeng et al., 2021 | PMID: 34017975).

Biologisch erklärt sich das unter anderem über denselben NF-κB-Signalweg, der bei RA eine zentrale Rolle spielt: Curcumin hemmt diesen Entzündungspfad und kann damit die Ausschüttung proinflammatorischer Zytokine dämpfen. Bei rheumatoider Arthritis ist die Datenlage noch schmaler, aber die Mechanismen sind biologisch plausibel.

Eine wichtige praktische Einschränkung: Curcumin wird im Darm schlecht aufgenommen. Präparate mit verbesserter Bioverfügbarkeit – etwa in Kombination mit Piperin aus schwarzem Pfeffer oder als liposomale Zubereitung – können die Wirksamkeit erhöhen. Hochdosierte Supplemente sollten ärztlich abgestimmt werden, besonders wenn Antikoagulanzien eingenommen werden.

Vitamin D, Kollagen und Co.: Was sagt die Forschung?

Die Forschung zeigt, dass bestimmte Supplemente – darunter Vitamin D, Kollagen-Hydrolysat und Omega-3-Fettsäuren – Schmerz und Funktion bei rheumatischen Erkrankungen messbar beeinflussen können. Zhang et al. (2025) verglichen in einer Netzwerk-Meta-Analyse verschiedene Nahrungsergänzungsmittel bei Kniearthrose und bestätigten, dass bestimmte Substanzen Schmerz und Funktion verbessern können – mit unterschiedlichen Evidenzstärken je nach Supplement (Zhang et al., 2025 | PMID: 40806131).

Vitamin D ist bei Rheuma aus zwei Gründen relevant: Vitamin-D-Mangel kommt bei RA-Betroffenen häufig vor, und Vitamin D moduliert das Immunsystem auf eine Weise, die bei Autoimmunerkrankungen bedeutsam sein kann. Al-Saoodi et al. (2024) untersuchten in einem systematischen Review und einer Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse die Effekte von Vitamin-D-Supplementierung bei RA-Patientinnen und -Patienten. Die Auswertung zeigte Verbesserungen bei klinischen Messgrößen wie Krankheitsaktivität und Schmerz; direkte Entzündungsmarker wie CRP und ESR sanken jedoch nicht signifikant (Al-Saoodi et al., 2024 | PMID: 37437898). Die optimale Dosis ist individuell und sollte anhand von Blutspiegelwerten bestimmt werden.

Kollagen-Hydrolysat untersuchten Clark et al. (2008) in einer 24-wöchigen Studie mit Sportlerinnen und Sportlern, die unter belastungsbedingten Gelenkschmerzen litten. Die Studie lieferte Hinweise auf eine Reduktion der Schmerzsymptomatik – die direkte Übertragbarkeit auf entzündliche Rheumaerkrankungen ist jedoch begrenzt (Clark et al., 2008 | PMID: 18416885).

Supplement Evidenz bei Wichtiger Hinweis
Curcumin Arthrose (OA) Bioverfügbarkeit beachten
Vitamin D Rheumatoide Arthritis Blutspiegel prüfen lassen
Kollagen-Hydrolysat Gelenkschmerzen (Sportler) Eher für OA untersucht
Omega-3-Fettsäuren RA, OA Antientzündlich, gut untersucht

Hat der Darm etwas mit Rheuma zu tun?

Ja – und diese Verbindung ist klinisch relevanter, als viele Betroffene wissen. Das Darmmikrobiom – die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm – beeinflusst maßgeblich die systemische Immunantwort. Bei Menschen mit rheumatoider Arthritis wurden charakteristische Veränderungen in der Mikrobiomzusammensetzung beobachtet; ob diese Dysbalance zur Krankheitsentstehung beiträgt oder ihre Folge ist, untersucht die aktuelle Forschung noch.

Was das praktisch bedeutet: Eine Ernährung mit viel Ballaststoffen, fermentierten Lebensmitteln und pflanzlicher Vielfalt fördert die Diversität des Mikrobioms und kann potenziell entzündliche Prozesse dämpfen. Die Rheuma-Liga empfiehlt eine ausgewogene, pflanzenreiche Ernährung auch mit Blick auf diese Darm-Immun-Achse (Rheuma-Liga, 2026).

Ob gezielte Probiotika-Interventionen direkt auf Rheuma-Symptome wirken, ist noch nicht ausreichend belegt, um klare Dosierungsempfehlungen auszusprechen. Die biologische Grundlage ist jedoch gut etabliert – und spricht für eine darmfreundliche Ernährung als sinnvolle ergänzende Maßnahme.

Bewegen statt schonen: Was Physiotherapie bei Rheuma wirklich bringt

Bewegung ist bei Rheuma therapeutisch wichtig – und sollte zur Belastbarkeit passen. Sundus et al. (2025) analysierten in einem systematischen Review und einer Meta-Analyse verschiedene physiotherapeutische Interventionen bei rheumatoider Arthritis. Am stärksten belegt ist eine messbare Schmerzreduktion; für Gelenkfunktion und Lebensqualität beschreibt die Auswertung mögliche zusätzliche Vorteile, die weniger robust abgesichert sind (Sundus et al., 2025 | PMID: 40744898).

Das American College of Rheumatology empfiehlt in seinen aktuellen Leitlinien Bewegung und Rehabilitation ausdrücklich als integrativen Bestandteil des RA-Managements – ergänzend zu medikamentösen Basistherapien (England et al., 2023 | PMID: 37227071). Gut geeignet sind Ausdauertraining, gelenkschonendes Krafttraining und Yoga.

Auch Hydrotherapie hat eigene Evidenz: Al-Qubaeissy et al. (2013) fanden in einer systematischen Übersicht Belege dafür, dass Bewegung im warmen Wasser Funktionsfähigkeit und Lebensqualität bei RA verbessern kann (Al-Qubaeissy et al., 2013 | PMID: 22806987). Der Auftrieb reduziert die Gelenkbelastung und ermöglicht Bewegungen, die an Land schmerzhaft wären.

Schlaf und Stress: Der übersehene Einfluss auf Entzündungen

Chronischer Schlafmangel und Dauerstress verstärken Entzündungsprozesse – das ist keine weiche Empfehlung, sondern Immunologie. Schlafentzug erhöht die Ausschüttung proinflammatorischer Zytokine, und anhaltender psychischer Stress aktiviert das sympathische Nervensystem auf eine Weise, die bei Autoimmunerkrankungen wie RA kontraproduktiv wirkt.

Diese Zusammenhänge – Kerngebiet der Psychoneuroimmunologie – erklären, warum rein ernährungsbezogene Ansätze allein häufig nicht ausreichen. Schlafqualität, Stressreduktion und soziale Einbindung sind keine optionalen Ergänzungen, sondern entzündungsrelevante Faktoren mit messbarem Einfluss auf den Krankheitsverlauf.

Konkrete Ansätze: Regelmäßige Schlafzeiten einhalten, Entspannungsverfahren wie Atemübungen oder Meditation ausprobieren, und bei anhaltender psychischer Belastung ärztliche oder psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen.

Was du zu Wechselwirkungen wissen solltest

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht ohne Risiko, besonders wenn gleichzeitig Rheuma-Medikamente wie Methotrexat, Cortison oder Biologika eingenommen werden:

  • Curcumin kann die Blutgerinnung beeinflussen und sollte bei Antikoagulanzien nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden.
  • Vitamin D kann bei sehr hoher Dosierung den Kalziumspiegel erhöhen; Blutwerte sollten regelmäßig kontrolliert werden.
  • Omega-3-Fettsäuren in hoher Dosis können die Blutungszeit verlängern.
  • Pflanzliche Präparate wie Teufelskralle oder Weidenrinde interagieren teils mit Leberenzymen und können andere Medikamente beeinflussen.

Ernährung kann unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Hochdosierte Präparate sollten grundsätzlich nur unter ärztlicher Begleitung eingenommen werden – besonders bei laufender medikamentöser Therapie.

FAQ: Häufige Fragen zu Wundermitteln gegen Rheuma

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Gibt es ein natürliches Wundermittel gegen Rheuma?

Nein. Kein Einzelmittel wirkt bei allen Formen von Rheuma zuverlässig. Was die Wissenschaft zeigt: Eine Kombination aus antientzündlicher Ernährung, bedarfsgerechten Supplementen, regelmäßiger Bewegung und Stressreduktion kann Symptome messbar lindern. Diese Kombination als Wundermittel zu bezeichnen, wäre irreführend – als wirksame ergänzende Strategie ist sie jedoch gut belegt.

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Hilft eine vegane oder pflanzliche Ernährung bei Rheuma?

Eine gut geplante, vollwertige pflanzliche Ernährung kann bei Rheuma unterstützend wirken – sie liefert reichlich Antioxidantien, Ballaststoffe und entzündungshemmende sekundäre Pflanzenstoffe. Entscheidend ist die bedarfsgerechte Versorgung mit Vitamin B12, Omega-3-Fettsäuren (z. B. über Algenöl), Eisen, Kalzium, Jod und Vitamin D.

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Was bringt Kurkuma bzw. Curcumin bei Rheuma wirklich?

Curcumin zeigt in Meta-Analysen positive Effekte auf Schmerz und Funktion bei Arthrose (Zeng et al., 2021 | PMID: 34017975). Da Curcumin schlecht aufgenommen wird, sind Präparate mit verbesserter Bioverfügbarkeit zu bevorzugen. Bei RA ist die Datenlage begrenzt. Hochdosierte Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache, besonders bei blutgerinnungshemmenden Medikamenten.

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Können Nahrungsergänzungsmittel Rheuma-Medikamente ersetzen?

Nein. Supplemente und Lebensstilmaßnahmen sind ergänzende Ansätze – sie können eine medikamentöse Therapie sinnvoll unterstützen, aber nicht ersetzen. Besonders bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis ist die Basistherapie medizinisch notwendig.

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Was empfehlen offizielle Leitlinien zur Ernährung bei Rheuma?

Das American College of Rheumatology empfiehlt Ernährungsmaßnahmen und körperliche Aktivität als integrale Bestandteile des RA-Managements (England et al., 2023 | PMID: 37227071). EULAR stützt diese Empfehlung durch systematische Literaturauswertungen, die positive Effekte einer mediterranen Ernährung auf rheumatische Erkrankungen belegen (Gwinnutt et al., 2022 | PMID: 35654458).

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Ist Hydrotherapie bei Rheuma sinnvoll?

Für viele Betroffene ist Bewegung im warmen Wasser eine gelenkschonende Möglichkeit, aktiv zu bleiben. Al-Qubaeissy et al. (2013) fanden in ihrer systematischen Übersicht Hinweise auf verbesserte Funktionsfähigkeit und Lebensqualität durch Hydrotherapie bei RA (Al-Qubaeissy et al., 2013 | PMID: 22806987). Ergänzend zur physiotherapeutischen Betreuung ist sie gut geeignet.

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Welche Rolle spielt das Darmmikrobiom bei Rheuma?

Das Mikrobiom beeinflusst die systemische Immunantwort und steht in Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen wie RA. Eine ballaststoffreiche, pflanzlich betonte Ernährung kann die Mikrobiomvielfalt fördern. Ob gezielte Probiotika-Gaben klinisch bei Rheuma wirken, wird noch erforscht – die biologische Plausibilität ist aber gut belegt.

Fazit

Ein Wundermittel gegen Rheuma gibt es nicht – das ist kein schlechtes Ergebnis, sondern ein ehrliches. Was es gibt: solide Belege dafür, dass antientzündliche Ernährung, gezielte Supplementierung, regelmäßige Bewegung, guter Schlaf und Stressreduktion messbar wirken. Jede dieser Maßnahmen für sich ist kein Durchbruch – zusammen können sie den Alltag mit Rheuma deutlich erleichtern.

Ernährung kann unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden oder wenn du neue Supplemente planst, sollte ärztliche Abklärung erfolgen.

Im Online-Kurs „Anti-entzündliche Ernährung“ lernst du, wie du antientzündliche Ernährungsprinzipien wissenschaftlich fundiert und alltagstauglich umsetzt – von der Biochemie entzündlicher Signalwege bis zur konkreten Mahlzeitenplanung.

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Literatur

Al-Qubaeissy KY et al. (2013). The effectiveness of hydrotherapy in the management of rheumatoid arthritis: a systematic review. Musculoskeletal Care, 11(1), 3–18. | PMID: 22806987

Al-Saoodi H et al. (2024). Effect of vitamin D on inflammatory and clinical outcomes in patients with rheumatoid arthritis: a systematic review and dose-response meta-analysis of randomized controlled trials. Nutrition Reviews. | PMID: 37437898

Clark KL et al. (2008). 24-Week study on the use of collagen hydrolysate as a dietary supplement in athletes with activity-related joint pain. Current Medical Research and Opinion, 24(5), 1485–1496. | PMID: 18416885

England BR et al. (2023). 2022 American College of Rheumatology Guideline for Exercise, Rehabilitation, Diet, and Additional Integrative Interventions for Rheumatoid Arthritis. Arthritis Care & Research, 75(8), 1603–1615. | PMID: 37227071

Guagnano MT et al. (2021). Improvement of Inflammation and Pain after Three Months‘ Exclusion Diet in Rheumatoid Arthritis Patients. Nutrients, 13(10), 3535. | PMID: 34684536

Gwinnutt JM et al. (2022). Effects of diet on the outcomes of rheumatic and musculoskeletal diseases (RMDs): systematic review and meta-analyses informing the 2021 EULAR recommendations for lifestyle improvements in people with RMDs. RMD Open, 8(2), e002167. | PMID: 35654458

Ilchovska DD et al. (2021). An Overview of the NF-kB mechanism of pathophysiology in rheumatoid arthritis, investigation of the NF-kB ligand RANKL and related nutritional interventions. Autoimmunity Reviews, 20(2), 102741. | PMID: 33340772

Rheuma-Liga (2026). Ernährung bei Rheuma. Deutsche Rheuma-Liga. https://www.rheuma-liga.de/rheuma/alltag-mit-rheuma/ernaehrung

Sundus A et al. (2025). Effect of Different Physiotherapeutic Interventions in Patients With Rheumatoid Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis. | PMID: 40744898

Zeng L et al. (2021). The efficacy and safety of Curcuma longa extract and curcumin supplements on osteoarthritis: a systematic review and meta-analysis. Bioscience Reports, 41(6). | PMID: 34017975

Zhang Y et al. (2025). Comparative Effectiveness of Nutritional Supplements in the Treatment of Knee Osteoarthritis: A Network Meta-Analysis. | PMID: 40806131

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Bildquellen
  • Wundermittel gegen Rheuma: Was hilft wirklich – was nicht: Wundermittel gegen Rheuma: Was hilft wirklich – was nicht: KI-generierte Illustration erstellt mit OpenAI © ecodemy
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Bevor ein Artikel veröffentlicht wird, durchläuft er mehrere Prüfstufen: automatische Tonalitätsprüfung, Qualitätsbewertung und eine händische Freigabe durch eine Person unseres Fachdozententeams. Abschließend werden Aussagen nochmals wissenschaftlich geprüft. Die inhaltliche Verantwortung liegt damit bei den Menschen hinter ecodemy – namentlich, mit Fachkenntnis.

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Über Barbara Beil

Barbara Beil ist Ökotrophologin (B. Sc.) und Ernährungswissenschaftlerin (M. Sc.). Im Rahmen ihrer Masterarbeit forschte sie am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Als Dozentin bei ecodemy begleitet sie Studierende rund um gesunde, pflanzenbasierte Ernährung – ihr Lieblingsthema ist die Sporternährung, die sie als Deutsche Meisterin im Kraftdreikampf auch selbst lebt.

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Medizinischer Disclaimer

Wie jede Wissenschaft ist die Medizin sowie mit ihr verwandte Disziplinen ständigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Erfahrungen erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was die Behandlung und Therapie anbelangt. Soweit in unseren bereitgestellten Informationen eine Empfehlung, Dosierung, Applikation, o.ä. erwähnt wird, darfst du zwar darauf vertrauen, dass wir große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des Werkes entspricht. Jedoch kann für solche keine Gewähr oder Haftung übernommen werden. Du bist angehalten diese selbst sorgfältig zu prüfen und handelst auf eigene Verantwortung hin. Ferner sollen unsere Empfehlungen und Beratungen im Falle einer vorliegenden Krankheit die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung in keinem Falle ersetzen – es handelt sich nicht um eine Therapie. Du solltest daher die von uns bereitgestellten Informationen niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei Beschwerden sollte auf jeden Fall ärztlicher Rat eingeholt werden.