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MagazinFrauengesundheitStimmungsschwankungen Wechseljahre: Ursachen, Ernährung & Hilfe

Stimmungsschwankungen Wechseljahre: Ursachen, Ernährung & Hilfe

Verfasst von: Joelina Dietrich
Wissenschaftlich geprüft durch: Susan Kerwien
6 min 17.05.2026 03.10.2026 KI-gestützt erstellt Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung auf Basis wissenschaftlicher Fachliteratur erstellt – derselben Quellenbasis, die wir auch für unsere staatlich zugelassenen Online-Kurse nutzen. Alle Inhalte durchlaufen mehrere Qualitätsstufen und werden vor der Veröffentlichung qualitätsgeprüft und freigegeben. Ein Mensch steht dahinter – namentlich, mit Fachkenntnis.

Eine Frau Mitte vierzig bis Mitte fünfzig steht auf einem Waldweg im weichen Morgenlicht, den Blick ruhig und leicht nach oben gerichtet – der Ausdruck offen und gefasst.

Inhaltsverzeichnis

  • Warum schwankt die Stimmung in den Wechseljahren?
  • Wie häufig sind Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren?
  • Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?
  • Welche Rolle spielt die Ernährung bei Stimmungsschwankungen?
    • Blutzuckerstabilität als emotionaler Anker
    • Phytoöstrogene: pflanzliche Unterstützung im Übergang
    • Mikronährstoffe für Nervensystem und Stimmung
  • Was hat der Darm mit der Stimmung zu tun?
  • Für die Beratungspraxis
  • FAQ: Häufige Fragen zu Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren
    • Sind Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren normal?
    • Wann sollte ich ärztliche Hilfe suchen?
    • Welche Lebensmittel können Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren unterstützen?
    • Kann Ernährung allein die Stimmung stabilisieren?
    • Was sind Phytoöstrogene, und helfen sie wirklich?
    • Können Stimmungsschwankungen auch andere Ursachen haben?
    • Kann eine Hormontherapie bei Stimmungsschwankungen helfen?
  • Fazit

Manchmal reicht ein vergessenes Schlüssel oder ein zu voller Kalender, und die Stimmung kippt – ohne dass du weißt, warum. Wer sich in den Vierzigern oder Fünfzigern befindet, kennt dieses Gefühl vielleicht: innere Unruhe am Morgen, Reizbarkeit am Mittag, Traurigkeit am Abend – und keine nachvollziehbare äußere Ursache. Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren sind eines der häufigsten, aber auch am meisten missverstandenen Symptome dieser Lebensphase. Sie sind kein Zeichen emotionaler Instabilität, sondern ein hormonell erklärbarer Prozess – und einer, den du aktiv mitgestalten kannst.


Das Wichtigste in Kürze

  • Stimmungsschwankungen entstehen hauptsächlich durch stark schwankende Östrogen- und Progesteronspiegel in der Perimenopause, nicht durch die Menopause selbst (Rasgon et al., 2005 | PMID: 15908901).
  • Das Risiko für depressive Beschwerden ist in der Perimenopause höher als vor oder nach dem Klimakterium – bei der Mehrheit der Frauen kehrt die Stimmungsstabilität nach der Menopause zurück (Schmidt et al., 2009 | PMID: 19906233).
  • Ernährung setzt an drei relevanten Stellen an: Blutzuckerstabilisierung, Phytoöstrogen-Zufuhr und Mikronährstoffversorgung.
  • Hält eine gedrückte Stimmung länger als zwei Wochen an und beeinträchtigt den Alltag spürbar, ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll.
  • Ernährung kann unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Diagnose oder Behandlung.


Warum schwankt die Stimmung in den Wechseljahren?

Die Ursache liegt im Gehirn – genauer: in der Wechselwirkung zwischen Östrogen und dem serotonergen System. Serotonin ist ein zentraler Neurotransmitter für Stimmungsregulation, Schlaf und Stressresilienz. Östrogen beeinflusst dessen Synthese, Verfügbarkeit und Rezeptordichte. Sinkt der Östrogenspiegel oder schwankt er stark, wirkt sich das auf die Serotoninbalance aus – und damit auf das emotionale Erleben.

Rasgon et al. (2005) beschreiben die Perimenopause als Phase mit weitreichend fluktuierenden Hormonspiegeln bei gleichzeitig rückläufigem Östrogen – ein Muster, das neurobiologisch spürbar wird (Rasgon et al., 2005 | PMID: 15908901). Entscheidend ist: Nicht die Menopause als Endpunkt ist das Problem, sondern die Instabilität des Übergangs.

Bertschy et al. (2005) betonen ausdrücklich, dass die neurobiologische Dimension der Perimenopause in der klinischen Praxis häufig unterschätzt wird. Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsveränderungen sind eng miteinander verknüpft und gegenseitig verstärkend (Bertschy et al., 2005 | PMID: 16223218).

Dazu kommt ein weiterer Faktor: Schlafstörungen – ebenfalls ein häufiges Klimakteriumssymptom – verschlechtern die emotionale Regulationsfähigkeit direkt. Gava et al. (2019) zeigen, dass Stimmung, Kognition und Schlafqualität in der menopausalen Transition eng verknüpft sind und einander beeinflussen können (Gava et al., 2019 | PMID: 31581598). Wer nächtelang schlecht schläft, reagiert tagsüber empfindlicher – das ist keine Schwäche, sondern Physiologie.


Infografik: Wirkungskette von Östrogenschwankungen auf Serotonin und Stimmung in den Wechseljahren.
Infografik: Wirkungskette von Östrogenschwankungen auf Serotonin und Stimmung in den Wechseljahren.

Wie häufig sind Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren?

Stimmungsschwankungen zählen zu den häufigsten Beschwerden im Klimakterium. Carranza-Lira et al. (2019) weisen darauf hin, dass hormonelle Veränderungen die Stimmung messbar beeinflussen und depressive Symptome bei Frauen in der Perimenopause häufiger auftreten als in der Prämenopause (Carranza-Lira et al., 2019 | PMID: 30889341).

Llaneza et al. (2012) bestätigen, dass depressive Beschwerden und Stimmungsschwankungen bei Frauen mittleren Alters weitverbreitet sind – und dass die Wechseljahre als eigenständiger Risikofaktor gelten, der unabhängig von einer psychischen Vorgeschichte auftreten kann (Llaneza et al., 2012 | PMID: 22196311).

Frauen, die in früheren Lebensphasen bereits prämenstruelle Stimmungsveränderungen erlebt haben, können in der Perimenopause intensivere Symptome entwickeln. Sander et al. (2021) zeigen in ihrer Überblicksarbeit, dass menstruell assoziierte Stimmungsstörungen in der Lebensmitte eine eigene klinische Beachtung erfordern (Sander et al., 2021 | PMID: 34613495).

Der wichtige Gegenblick: Die Mehrheit der Frauen erlebt keine klinisch relevante Depression. Stimmungsschwankungen sind häufig, eine behandlungsbedürftige affektive Störung ist es nicht zwangsläufig. Schmidt et al. (2009) belegen, dass die hormonell bedingte Vulnerabilität nach der Postmenopause bei vielen Frauen wieder abnimmt (Schmidt et al., 2009 | PMID: 19906233).


Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?

Stimmungsschwankungen, die kommen und gehen, sind in der Perimenopause hormonell erklärbar. Wenn eine gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit oder anhaltende innere Leere jedoch länger als zwei Wochen bestehen und den Alltag spürbar einschränken, sollte eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung erfolgen.

Green et al. (2025) weisen darauf hin, dass Depressionen und Angstsymptome in der Menopause häufig unterdiagnostiziert bleiben – auch weil körperliche Beschwerden wie Schlafmangel und Hitzewallungen die psychischen Symptome überlagern und beides miteinander verwechselt werden kann (Green et al., 2025 | PMID: 39880566).

Das bedeutet konkret:

  1. Stimmungsveränderungen in der Perimenopause sind häufig und haben eine hormonelle Grundlage.
  2. Das schließt andere Ursachen – psychosoziale Belastungen, schilddrüsenbezogene Probleme, Vitaminmangel – nicht aus.
  3. Bei anhaltender Beeinträchtigung ärztliche Abklärung suchen, auch um behandelbare Ursachen auszuschließen.
  4. Dieser Schritt ist keine Überreaktion, sondern informiertes Handeln für die eigene Gesundheit.

Hochdosierte Präparate – ob Hormone oder pflanzliche Mittel in therapeutischer Dosis – sollten nur in Absprache mit einer ärztlichen Fachkraft eingesetzt werden.


Welche Rolle spielt die Ernährung bei Stimmungsschwankungen?

Ernährung beeinflusst die Stimmung über mehrere physiologische Wege. Drei Ansätze sind besonders relevant – und bei keinem der häufig zitierten Wettbewerber zu diesem Thema aufbereitet (Stand 2026).

Blutzuckerstabilität als emotionaler Anker

Stark schwankender Blutzucker – ausgelöst durch zuckerreiche und stark verarbeitete Lebensmittel – begünstigt Reizbarkeit, Energietiefs und Stimmungsabfälle. Eine Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen und ausreichend Protein hält den Blutzucker gleichmäßiger und stützt damit auch die emotionale Stabilität. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und einen hohen Gemüseanteil als ernährungsreiche Basis (DGE, 2024).

Phytoöstrogene: pflanzliche Unterstützung im Übergang

Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die strukturell dem körpereigenen Östrogen ähneln und an Östrogenrezeptoren binden können – mit deutlich schwächerer Wirkung als endogenes Östrogen. Sie gelten daher nicht als Hormonersatz, können aber im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung das hormonelle Gleichgewicht unterstützen. Die North American Menopause Society (NAMS) stuft isoflavonreiche Lebensmittel als möglichen unterstützenden Ansatz bei klimakterischen Beschwerden ein und betont gleichzeitig, dass die Wirkung individuell variiert (NAMS, 2023).

Lebensmittel Phytoöstrogen-Typ Anmerkung
Sojabohnen (gegart) Isoflavone (hoch) Wichtigste Quelle; auch als Edamame
Tofu Isoflavone (mittel–hoch) Je nach Herstellung variabel
Tempeh Isoflavone (hoch) Fermentiert, besonders gut verträglich
Leinsamen (geschrotet) Lignane (hoch) Günstig für Hormonstoffwechsel
Kichererbsen, Linsen Isoflavone (moderat) Vielseitig einsetzbar
Sesam Lignane (mittel) Auch als Tahini

Eine gut geplante, vollwertige vegane Ernährung kann hier Vorteile bieten, da pflanzliche Lebensmittel die Hauptlieferanten von Phytoöstrogenen sind. Dabei gelten die üblichen Hinweise: Bei veganer Ernährung auf die bedarfsgerechte Versorgung mit Vitamin B12, Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Kalzium, Jod und Zink achten.

Mikronährstoffe für Nervensystem und Stimmung

Magnesium, B-Vitamine, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren unterstützen Neurotransmittersynthese und Stressantwort besonders direkt:

  • Magnesium: beteiligt an der Serotoninbildung; häufig suboptimal versorgt
  • B-Vitamine (B6, B9, B12): essenziell für Neurotransmitterproduktion und Homocystein-Stoffwechsel
  • Vitamin D: beeinflusst die Genexpression im Nervensystem; ein Mangel wird mit Stimmungsveränderungen assoziiert (BfR, 2021)
  • Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA): entzündungsmodulierend, möglicherweise relevant für neuropsychiatrische Symptome

Bei anhaltenden Beschwerden ist eine individuelle Labordiagnostik sinnvoll, bevor Supplemente eingesetzt werden. Hochdosierte Nahrungsergänzung nur unter ärztlicher Begleitung.


Was hat der Darm mit der Stimmung zu tun?

Die Darm-Hirn-Achse beschreibt eine bidirektionale Kommunikationsverbindung zwischen dem enterischen Nervensystem des Darms und dem zentralen Nervensystem. Der Darm produziert einen erheblichen Anteil des körpereigenen Serotonins – jenes Botenstoffs, der zentral für Stimmungsregulation und emotionale Resilienz ist.

In den Wechseljahren verändert sich die Zusammensetzung des Mikrobioms – teils hormonell bedingt, teils ernährungsabhängig. Eine reduzierte mikrobielle Vielfalt wird mit höherer Anfälligkeit für Stimmungsschwankungen in Verbindung gebracht. Ballaststoffreiche Ernährung und fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Kimchi oder Tempeh können die mikrobielle Diversität unterstützen.

Konkrete Empfehlungen zu spezifischen Probiotika bei Wechseljahresbeschwerden sind wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt. Was gut begründet ist: Eine pflanzenbasierte, ballaststoffreiche Ernährung fördert die mikrobielle Vielfalt – und das hat positive Effekte auf Entzündungsmarker und emotionale Regulationsfähigkeit.


Für die Beratungspraxis

Für die Beratungspraxis: Stimmungsschwankungen gehören im ecodemy Online-Kurs „Frauengesundheit und Ernährung“ zu den Themen, bei denen Teilnehmerinnen am häufigsten nach konkreten Handlungsoptionen fragen. In der Beratung gilt: das Symptom offen ansprechen, den hormonellen Hintergrund erklären und dabei psychosoziale Faktoren nicht ausblenden. Ernährungstherapeutisch lassen sich Blutzuckerstabilisierung, Phytoöstrogen-Integration und Mikronährstoffoptimierung als strukturierte Maßnahmen besprechen. Bei Hinweisen auf eine klinisch relevante Depression immer auf ärztliche oder psychotherapeutische Fachkräfte verweisen.


FAQ: Häufige Fragen zu Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren

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Sind Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren normal?

Ja – sie zählen zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Perimenopause und haben eine klare hormonelle Grundlage. Sie sind kein Zeichen emotionaler Instabilität, sondern ein Hinweis darauf, dass sich das Hormonsystem im Übergang befindet. Bei vielen Frauen legen sich die Schwankungen nach der Menopause wieder (Schmidt et al., 2009 | PMID: 19906233).

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Wann sollte ich ärztliche Hilfe suchen?

Wenn Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder innere Leere länger als zwei Wochen anhalten und den Alltag spürbar einschränken, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Das gilt auch, wenn Angstsymptome zunehmen oder sich Schlafstörungen trotz guter Schlafhygiene nicht bessern (Green et al., 2025 | PMID: 39880566).

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Welche Lebensmittel können Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren unterstützen?

Die Kombination macht den Unterschied: Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte für stabilen Blutzucker, phytoöstrogenreiche Lebensmittel wie Soja, Leinsamen und Sesam sowie Omega-3-Quellen wie Lein-, Hanf- oder Algenöl. Magnesium- und B‑Vitamin-reiche Lebensmittel – Nüsse, Samen, grünes Gemüse – unterstützen das Nervensystem zusätzlich.

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Kann Ernährung allein die Stimmung stabilisieren?

Ernährung kann unterstützen – sie ersetzt aber keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei leichten bis moderaten Stimmungsschwankungen ist ein ganzheitlicher Ansatz sinnvoll: ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Schlafhygiene und soziale Einbindung. Bei stärkerer Beeinträchtigung ist eine ärztliche Begleitung wichtig.

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Was sind Phytoöstrogene, und helfen sie wirklich?

Phytoöstrogene sind pflanzliche Verbindungen, die strukturell dem menschlichen Östrogen ähneln und schwach östrogen-artige Effekte entfalten können. Die Wirkung variiert individuell – unter anderem abhängig davon, ob das Darm-Mikrobiom die relevanten Verbindungen (z. B. Equol aus Isoflavonen) umwandeln kann. Die NAMS stuft isoflavonreiche Lebensmittel als möglichen unterstützenden Ansatz ein, ohne absolute Wirkungsversprechen zu machen (NAMS, 2023).

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Können Stimmungsschwankungen auch andere Ursachen haben?

Ja – und diese sollte man nicht vorschnell ausblenden. Die Wechseljahre fallen häufig in eine Lebensphase mit vielen gleichzeitigen Veränderungen: erwachsene Kinder, berufliche Neuorientierungen, Pflege von Angehörigen. Psychosoziale Faktoren und hormonelle Veränderungen können sich gegenseitig verstärken. Bertschy et al. (2005) betonen, dass eine differenzierte Betrachtung beider Ebenen essenziell ist (Bertschy et al., 2005 | PMID: 16223218).

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Kann eine Hormontherapie bei Stimmungsschwankungen helfen?

Die Hormonersatztherapie (HRT) kann bei Frauen mit ausgeprägten klimakterischen Beschwerden – einschließlich Stimmungssymptomen – wirksam sein. Gava et al. (2019) zeigen, dass Menopausalhormontherapie positive Effekte auf Stimmung, Schlaf und Kognition haben kann (Gava et al., 2019 | PMID: 31581598). Ob sie geeignet ist, hängt von der individuellen Situation und Vorgeschichte ab – das klärt eine ärztliche Fachkraft.

Fazit

Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren sind ein hormonell begründeter, beeinflussbarer Prozess. Die Verbindung zwischen Hormonen, Neurotransmittern, Schlaf und Ernährung zeigt: An mehreren Stellen gibt es konkrete Ansatzpunkte. Stabiler Blutzucker, phytoöstrogen- und mikronährstoffreiche Lebensmittel sowie ein gesundes Darmmikrobiom bilden eine Grundlage, die sich schrittweise aufbauen lässt. Bei anhaltenden Beschwerden gehört immer auch die ärztliche Perspektive dazu.

Im ecodemy Online-Kurs „Frauengesundheit und Ernährung“ lernst du, wie du die hormonellen Veränderungen im Klimakterium einordnest und verstehst – für mehr Sicherheit im eigenen Alltag und, wenn du berätst, mit konkreten evidenzbasierten Strategien für die Begleitung von der Perimenopause bis zur Postmenopause.

Guter Schlaf hilft auch gegen Stimmungsschwankungen – wie du Schlafstörungen in den Wechseljahren linderst, erfährst du in unserem Beitrag zu Extreme Schlafstörungen in den Wechseljahren.

Wie hormonelle Stimmungsschwankungen bereits lange vor den Wechseljahren entstehen, erfährst du in unserem Beitrag zu PMDS.

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Literatur

Rasgon N et al. (2005). Perimenopausal mental disorders: epidemiology and phenomenology. CNS Spectrums, 10(6), 471–481. | PMID: 15908901

Sander B et al. (2021). Premenstrual Mood Symptoms in the Perimenopause. Current Psychiatry Reports, 23(11), 73. | PMID: 34613495

Green R et al. (2025). Mental Well-being in Menopause. Climacteric, 28(1), 1–9. | PMID: 39880566

Carranza-Lira S et al. (2019). Depression frequency in premenopausal and postmenopausal women. Ginecología y Obstetricia de México, 87(3), 155–161. | PMID: 30889341

Bertschy G et al. (2005). Mood disorders in perimenopausal women: hormone replacement or antidepressant therapy? Revue Médicale Suisse, 1(37), 2382–2384. | PMID: 16223218

Schmidt PJ et al. (2009). Sex hormones and mood in the perimenopause. Annals of the New York Academy of Sciences, 1179, 70–85. | PMID: 19906233

Llaneza P et al. (2012). Depressive disorders and the menopause transition. Maturitas, 71(2), 120–130. | PMID: 22196311

Gava G et al. (2019). Cognition, Mood and Sleep in Menopausal Transition: The Role of Menopause Hormone Therapy. Medicina, 55(10), 668. | PMID: 31581598

DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2024). Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE. DGE. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-ernaehrungsempfehlungen/10-regeln/

NAMS – North American Menopause Society (2023). The 2023 nonhormone therapy position statement of The Menopause Society. Menopause, 30(6), 573–652.

BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung (2021). Vitamin D und Gesundheit. BfR. https://www.bfr.bund.de

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Bildquellen
  • Stimmungsschwankungen Wechseljahre: Ursachen, Ernährung & Hilfe: Stimmungsschwankungen Wechseljahre: Ursachen, Ernährung & Hilfe: KI-generierte Illustration erstellt mit OpenAI © ecodemy
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Bevor ein Artikel veröffentlicht wird, durchläuft er mehrere Prüfstufen: automatische Tonalitätsprüfung, Qualitätsbewertung und eine händische Freigabe durch eine Person unseres Fachdozententeams. Abschließend werden Aussagen nochmals wissenschaftlich geprüft. Die inhaltliche Verantwortung liegt damit bei den Menschen hinter ecodemy – namentlich, mit Fachkenntnis.

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Über Joelina Dietrich

Joelina Dietrich ist Ökotrophologin (M. Sc.) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung (IFPE) in Biebertal, wo sie u. a. die KiEFer-Studie und den VEGANScreener betreut. Parallel arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit. Für das ecodemy Magazin schreibt sie über pflanzenbasierte Ernährung auf wissenschaftlicher Grundlage.

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Wie jede Wissenschaft ist die Medizin sowie mit ihr verwandte Disziplinen ständigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Erfahrungen erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was die Behandlung und Therapie anbelangt. Soweit in unseren bereitgestellten Informationen eine Empfehlung, Dosierung, Applikation, o.ä. erwähnt wird, darfst du zwar darauf vertrauen, dass wir große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des Werkes entspricht. Jedoch kann für solche keine Gewähr oder Haftung übernommen werden. Du bist angehalten diese selbst sorgfältig zu prüfen und handelst auf eigene Verantwortung hin. Ferner sollen unsere Empfehlungen und Beratungen im Falle einer vorliegenden Krankheit die ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung in keinem Falle ersetzen – es handelt sich nicht um eine Therapie. Du solltest daher die von uns bereitgestellten Informationen niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei Beschwerden sollte auf jeden Fall ärztlicher Rat eingeholt werden.